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Frank Weisskirchen und Peter Rudolf vom Tierschutzverein Arche Noah Siebengebirge und Westerwald e.V. besuchten meine 2. Klasse, um den Kindern den richtigen Umgang mit dem Hund nahe zu bringen.

Die Hauptattraktion waren natürlich die mitgebrachten Vierbeiner, die aufgrund
ihres Wesens und ihrer Ausbildung für diese Art von Unterricht hervorragend
geeignet sind.   

Im Rahmen des Sachkundeunterrichtes wurde diese Aktion eingebettet in eine
Unterrichtsreihe über den Hund als Haustier. Die Schüler sollen über die
Informationen bezüglich Abstammung, Rassen, Körperbau, Pflege und Nahrung
hinaus vor allem die Körper- und Lautsprache des Hundes richtig deuten lernen
und das richtige Verhalten gegenüber Hunden erlernen und trainieren.

Besonders beeindruckend war es für die Kinder in der Praxis zu sehen, wie
Hunde auf ein Fehlverhalten reagieren können. Die Kenntnis der richtigen
Verhaltensregeln ermutigte zum Schluss sogar die ängstlichsten Kinder, sich
den Hunden in respektvoller, aber richtiger Weise zu nähern und Kontakt mit
ihnen aufzunehmen.


Große Aufregung und Spannung! Die Tierschützer und ihre Hunde sind
eingetroffen! Sooo groß haben sich die Kinder Bolle, die Bordeaux-Dogge, nun
doch nicht vorgestellt! Shari, die mittelgroße Mischlingshündin erscheint da erst
einmal viel vertrauenswürdiger! Das richtige Streicheln wird demonstriert und
ausführlich erörtert, was einem Hund dabei Angst machen kann.

Shari darf sich mit Einverständnis der Kinder frei im Klassenraum bewegen,
vor ihr haben die wenigsten Kinder Angst.

Bolle bleibt so "cool" wie er aussieht. Es schaut sich lieber alles in Ruhe an.
Wo ist nur seine Freundin?

Shari ist sehr aufgeschlossen und neugierig. Sie beschnüffelt Schultaschen
und nimmt unbefangen Kontakt zu den Kindern auf.

Da kommt sie endlich auch zu diesem Tisch! Nur einzelne Kinder halten
noch Distanz.

Leckerlis zur Belohnung. Füttern mit spitzen Fingern? Die Kinder wissen es
bald besser!
Nur die flache Hand ist richtig!

Der häufigste Fehler: Arme vor Schreck hochreißen!
Die Reaktion des Hundes
folgt sofort: Er springt hoch!

Schreien deutet der Hund ebenfalls völlig falsch!
Das Interesse ist nun noch mehr geweckt, und die Gefahr erhöht sich!

Bolle springt hoch, bei einem Kind wäre er nun längst in
Kopfhöhe! Die Kinder erkennen die Gefahren durch Fehlverhalten
sehr deutlich!

Einfach weglaufen? Keine Chance, der Hund ist schneller!
Mit viel Glück sieht er das Wegrennen als Spielaufforderung, aber viel
häufiger ist es für ihn der Anreiz, eine vermeintliche "Beute" zu jagen.

Auch ein kleiner Hund hat ein beeindruckendes Gebiss, das man nicht
unterschätzen sollte!

Schreien, Arme hochreißen, schnelles Weglaufen und das Schlagen
des Hundes gehören zu den häufigsten Fehlern!

Wedeln! Der meist verbreitetste Irrtum: Ein wedelnder Hund
ist angeblich immer freundlich. Das stimmt so nicht!

Der Hund ist aufgeregt und will u.U. nur imponieren oder sogar provozieren, wenn er z.B. steil in der Luft wedelt!
Der Hund verteilt durch das Wedeln seinen Duft, der einer Duftdrüse unterhalb seiner Rutenwurzel entströmt!


Nun darf sich auch Bolle frei im Raum bewegen. Manche Kinder sind noch
skeptisch, weil er so groß ist.

Wie füttert man gefahrlos Leckerlis? Freiwillige demonstrieren es nach Anleitung genau richtig, nämlich mit der flachen Hand!

Braver Bolle! Shari wünscht sich Leckerli-Nachschub aus Herrchens Tasche!

Auf dem Schulgelände drängeln sich die Kinder, die meisten wollen die
Hunde an der Leine führen und anschließend ein Leckerchen geben.

Die Hunde folgen ihren kleinen Ausführern ganz brav! Die richtigen
Verhaltensregeln haben die Kinder mit auf den Weg bekommen. Eine
erwachsene Begleitung ist natürlich dabei.

Der größte Erfolg: Ein Junge, der vor längerer Zeit von einem Hund in die
Nase gebissen wurde und seitdem große Angst hatte, konnte diese überwinden
und führt nun voller Stolz den größten Hund spazieren! Das Eis ist gebrochen!

Die Kinder nehmen Abschied von den Hunden und freuen sich auf ein
Wiedersehen!


                                Nun wissen die Kinder, dass sie

- sich nur im Beisein von Erwachsenen mit Hunden beschäftigen sollen.

- zu unbekannten Hunden sicherheitshalber Abstand halten sollen.

- den Besitzer eines fremden Hundes fragen müssen, ob das Tier gestreichelt
   oder gefüttert werden darf.

- sich seitlich zum Hund stellen müssen und sich nicht von vorne über ihn
   beugen dürfen.

- Leckerlis nur mit der flachen Hand reichen sollen.

- an den Augen eines Hundes vorbeischauen müssen.

- bei einem auf sie zulaufenden fremden Hund stehenbleiben und sich völlig 
   ruhig verhalten müssen.

- die Arme unten halten sollen, damit die Bewegung vom Hund nicht als Angriff 
   gesehen werden kann.

- auch einem wedelnden Hund gegenüber vorsichtig sein müssen.


                
                Dankeschön! Es war sehr schön und vor allem lehrreich!


Bitte das Banner für mehr Informationen über den Tierschutzverein anklicken!


 
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